Welche Unternehmensfinanzierung passt?

 

Für M&A-Transaktionen (und damit auch für die Unternehmensnachfolge) entwickeln wir finanzielle Strukturen und organisieren die Unternehmensfinanzierung, die für unsere Kunden passen.

Zudem kombinieren und bündeln wir die Interessen und Bedürfnisse von Kapitalgebern (Aktionäre, Investoren, Banken) und Kapitalnehmern, führen die Verhandlungen und stellen über unser Mandat die Finanzierung sicher.

 

Unternehmensfinanzierung

 

Die richtigen Finanzierungspartner finden

Jede Nachfolgelösung und insbesondere jede Akquisition muss finanziert sein – entweder durch eigene Mittel (was selten der Fall ist) oder über mehr oder weniger starke finanzielle Engagements privater Investoren, Private-Equity-Häuser oder Banken.

Daher ist es ratsam, schon in einer frühen Phase der Gespräche die finanziellen Möglichkeiten und Chancen auszuloten.

 


 

Finanzplanung als Schlüsselfaktor

Die Unternehmensfinanzierung und insbesondere eine Akquisitionsfinanzierung orientieren sich wesentlich an den zu erwartenden Cash-flows der zu kaufenden Gesellschaft. Je höher diese aufgrund einer möglichst realitätsnahen Prognose ausfallen, desto rascher lassen sich Kapitalgeber finden und desto tiefer dürften tendenziell die Renditeerwartungen ausfallen.

Zudem ist das rechtliche Konstrukt so zu wählen, dass sowohl der Eigenkapitalgeber als auch die Kapital- und Kreditgeber auf einen ausreichend grossen Liquiditätsstrom zugreifen können und dass die steuerliche Situation optimiert ist.

In der Vorphase der Finanzierung geht es somit darum, die Finanzplanung klar zu strukturieren und danach die Sondierungsgespräche professionell aufzugleisen.

 


 

Unterschiedliche Interessen

Typischerweise sind die Interessen des künftigen Eigentümers und jene des finanzierenden bzw. investierenden Partners gegenläufig. Der Käufer setzt auf eine möglichst hohe Rentabilität seines Unternehmens, wünscht eine markante Beschränkung seiner persönlichen Haftung, möchte die Beteiligung bzw. den Kredit flexibel in Anspruch nehmen und erhofft sich niedrige Finanzierungskosten.

Die Kapitalgeber hingegen suchen einen tendenziell eher tiefen Finanzierungsanteil, möchten sich wenn möglich über die reine Cash-flow-Perspektive hinaus absichern und sind bestrebt, eine risikogerechte bzw. möglichst hohe Rendite zu erzielen.

 


 

Zusätzliche Erwartungen der Kapital- und Kreditgeber

Das Eigenkapital bei der Unternehmensfinanzierung setzt sich üblicherweise aus den Einzahlungen in das Grundkapital und allenfalls aus Darlehen der Aktionäre zusammen.

Da der oder die Käufer oftmals nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um das nötige Eigenkapital aufzubringen, übernehmen in der Regel private Investoren oder Private Equity-Unternehmen diese Funktion. Hingegen wird erwartet, dass der oder die neuen Eigentümer sich finanziell angemessen beteiligen, bei Management-Buy-Outs häufig in der Höhe von einem bis zwei Jahreslöhnen.

Das Fremdkapital wiederum wird oft, wie bereits erwähnt, durch Bankkredite bereitgestellt. Dazu zählen vorrangige Darlehen, sogenannte Senior Darlehen, die in der Regel besichert sind und den grössten Anteil an der Fremdfinanzierung ausmachen. Ihr Ausfallrisiko ist gering, da es gut gedeckt und bei einer allfälligen Auflösung der Gesellschaft als erstes zurückzuzahlen ist. Die Laufzeit bewegt sich normalerweise zwischen fünf bis neun Jahren.

 


 

Spezielle Finanzierungslösungen

Sollten nun weder die vorhandenen eigenen Mittel noch die offerierte Bankfinanzierung oder eine Beteiligungsfinanzierung den Kaufpreis decken, wird diese Finanzierungslücke oftmals durch spezielle Finanzierungslösungen geschlossen. Dazu zählen klassischerweise Verkäuferdarlehen, Earn out-Konstrukte oder mezzanine Finanzierungen.

Mezzanine Finanzierungen bilden innerhalb dieser Dreierreihe eine Sonderform und bewegen sich zwischen den beschriebenen eigenen Mitteln und dem Fremdkapital. Gegenüber dem erwähnten Fremdkapital sind sie zwar nachrangig, weisen also ein höheres Ausfallrisiko als beispielsweise Senior Loans auf, sind aber risikomässig dennoch besser gestellt als Eigenkapitalgeber.

Zu den mezzaninen Finanzierungsinstrumenten gehören sowohl eher eigenkapitalnahe (Vorzugsaktien, Darlehen der Gesellschafter, atypisch stille Beteiligungen) als auch eher fremdkapitalnahe (nachrangige Darlehen, typisch stille Beteiligung, Partiarische Darlehen oder Genussscheine) Konstrukte.

 

 


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