Umsetzung: Worauf kommt es nun an?

 

Vorbereitung der Transaktion
Umfassende Due Diligence
Bewertung des Unternehmens
Verbindliches Kaufangebot
Vertragsverhandlungen und Signing/Closing

 

 

Vorbereitung der Umsetzung

Das übernehmende Management ist gut beraten, sich vor dem Start der Umsetzungsphase die besten Ressourcen zu sichern bzw. diese freizustellen (der Verkäufer wird jedenfalls ähnlich vorgehen). Die Fähigkeit, in relativ kurzer Zeit ein schlagkräftiges Team zu formen, ist entscheidend für den Erfolg des Prozesses.

Gleichzeitig ist wichtig, direkten und unkomplizierten Zugang zu erfahrenen und engagierten Beratern zu haben, die über Branchenkenntnisse, Know-how über den Verkäufer, M&A-Erfahrung, ausgesprochene Kompetenz in Finanzierungs- und Bewertungsfragen, Erfahrung und Fähigkeit in der Umsetzung, Verhandlungsgeschick und über einen einwandfreien Ruf verfügen. Diese externen Kräfte müssen eng mit den internen Schlüsselpersonen zusammenarbeiten.

 


 

Umfassende Due Diligence

Die Due Diligence stellt eine wesentliche Grundlage für den Käufer dar, damit dieser sich ein aussagekräftiges Bild des Zielunternehmens machen kann.

Da der Eigentümer sein Unternehmen mit all seinen Stärken und Schwächen, den Chancen und Risiken sowie dem Potenzial kennt, verfügt er gegenüber dem Kaufinteressenten über einen massgeblichen Wissensvorsprung. Diesen kann, wird und muss der Verkäufer im Rahmen der Verkaufsverhandlungen ins Spiel bringen.

In diesem Zusammenhang bildet die Due Diligence also eine wichtige Entscheidungsbasis für den Käufer. Damit werden übrigens auch Gespräche möglich, die beiden Seiten faire Ergebnisse erlauben.

 


 

Bewertung des Unternehmens

Der Wert eines Unternehmens entspricht in seltenen Fällen dem Preis, der dafür bezahlt wird. Für den Verkäufer ist vor allem wichtig, was sein Unternehmen wert ist. Dem potenziellen Käufer (bzw. Nachfolger) hingegen geht es darum, einen Preis zu zahlen, der wirtschaftlich sinnvoll ist und finanziert werden kann.

Der Verkäufer beurteilt in seiner Wertvorstellung üblicherweise die jahrelange Aufbauarbeit seines Lebenswerks, was grundsätzlich nachvollziehbar ist. Damit verbunden ist ein emotionaler (Mehr-)Wert, der in der Regel deutlich über dem sachlichen (“objektiven”) Wert zu liegen kommt und sich – aus Verkäufersicht – später im Preis niederschlagen sollte. In Nachfolgesituationen stellt das Unternehmen zudem oftmals einen Teil der Altersvorsorge dar, so dass die Erwartungen an den zu lösenden Verkaufspreis entsprechend hoch sind.

Der Käufer wiederum sieht in seiner künftigen Investition insbesondere die späteren Gewinne und das Entwicklungspotenzial des Unternehmens. Der Fokus wird also auf andere Schwerpunkte gelegt werden, was sich in unterschiedlichen Wert- und damit Preisvorstellungen äussert.

Während des Verhandlungsprozesses müssen Verkäufer und Käufer sich somit schrittweise annähern und zu einer gemeinsamen Preisbasis finden, um das Geschäft auch tatsächlich abschliessen zu können.

 


 

Verbindliches Kaufangebot

Nach der Due Diligence und den Ergebnissen aus der Bewertung wird der Kaufinteressent sein unverbindliches Angebot, das er zu Beginn der Gespräche abgegeben hat, in ein verbindliches Angebot umwandeln.

Resultieren aus der vertieften Prüfung jedoch Sachverhalte, die eine Preisanpassung rechtfertigen, wird dies mit Sicherheit in die konkretisierte Kaufofferte einfliessen. Gleichzeitig wird der Kaufinteressent festhalten, welche Garantien oder Gewährleistungen berücksichtigt bzw. gestellt werden müssen.

 


 

Vertragsverhandlungen und Signing/Closing

Mit den Verhandlungen steht der letzte und entscheidende Schritt der eigentlichen Umsetzung an. Wurde der bisherige Prozess sauber und transparent durchgeführt, sollten die Abschlussverhandlungen für keine nennenswerten Überraschungen mehr sorgen, so dass die Verträge in kurzer Zeit unterzeichnet werden können.

Häufig sind jedoch mehrere Runden nötig, um alle Punkte zu klären, was im Endergebnis für beide bzw. alle Seiten wünschenswert ist. Als Resultat der Verhandlungen stehen jedenfalls Verträge, die die vereinbarten Konditionen (Kaufpreis, Bedingungen, Modalitäten), die Finanzierung sowie die Bestimmungen zum Verkauf und zur Übertragung der Anteile detailliert und interpretationsfrei festhalten.

Das Signing leitet danach den eigentlichen Abschluss der Transaktion ein. Mit diesem Schritt verpflichten sich Käufer und Verkäufer, das Unternehmen zu den vorgesehenen Bedingungen definitiv zu übernehmen bzw. zu übergeben.

Danach wird das Geschäft rechtlich bindend vollzogen (Closing), wozu u.a. die Übergabe der Gesellschaftsanteile (bei einem Share Deal) bzw. der einzelnen Assets (bei einem Asset Deal) zählen.

 

 


nach oben