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Sind Lurche schlauer?

Publiziert von André Pahud am 1. November 2017 unter Nachfolge

 

 

Was haben wir eigentlich mit Lurchen gemeinsam? Oder gibt es gar nicht so viele Berührungspunkte, nur schon deshalb nicht, weil sie uns hin und wieder in einigen Bereichen voraus sind?

 

Wichtiges an die Hand nehmen – zum Beispiel die Nachfolge

Es sind die drastisch steigenden Anforderungen, die viele kaum zur Ruhe kommen lassen: Die deutlich zu geringe Auslastung, beängstigend knappe Margen, stark rückläufige Umsätze oder die Nachfolge im Unternehmen, die eigentlich vor Jahren hätte an die Hand genommen werden sollen.

Und weil es nach Murphys Gesetz erfahrungsgemäss kaum dabei bleiben wird, stossen bestimmt bald schon wegbrechende Märkte, frappierende Qualitätsmängel im Fertigungsprozess oder die abrupte Kündigung des Geschäftsführers und designierten Nachfolgers hinzu.

„Dinge, die uns zur Lösung vorgelegt werden“

Echte Knacknüsse also, die Unternehmen in existenzielle Schieflagen bringen können. Dabei sind Probleme eigentlich von ihrer wörtlichen Herkunft her „Dinge, die uns zur Lösung vorgelegt werden“ und die uns helfen sollen, neue Wege zu suchen.

Finden wir diese, geht es lediglich noch darum, uns für den einen oder anderen zu entscheiden (wobei übrigens auch eine Nichtentscheidung konsequenterweise eine Entscheidung darstellt).

Doch genau das fällt uns in der Regel schwer.

Wie der Frosch im heissen Wasser?

Stattdessen kehren wir lieber zum normalen Tagesgeschäft zurück und umschiffen eloquent unliebsame Begegnungen.

Vielleicht trifft hier die bekannte Analogie mit dem bedauernswerten Frosch im kochenden Wasser zu: Das stetig heisser werdende Umfeld wird möglichst ignoriert (bis es zu spät ist, um sich zu retten).

In Unternehmen läuft es manchmal ebenso. Vielleicht kommt es im hektischen Durcheinander zwar zu kleinen, unbedeutenden Rochaden. Solange aber keine akute Notlage auszumachen ist, wird selten etwas grundlegend verändert.

Vieles geschieht zudem zu spät, weil wir weder anerkennen wollen, was schon längst nicht mehr stimmt, noch bereit sind, konsequent zu entscheiden. Eigentlich schwer nachvollziehbar, denn Probleme verpuffen naturgemäss nicht einfach.

Vielmehr entwickeln diese die durchaus verzichtbare Angewohnheit, immer im dümmsten Moment wieder aufzutauchen. Und dann stecken wir einmal mehr in einer fiesen Zwickmühle.

Ein paar entscheidende Sprünge voraus

Wie viel sinnvoller wäre es hingegen, frühzeitig hinzuschauen und danach auch tatsächlich etwas zu ändern. Die zwischenmenschlichen Probleme in der Geschäftsleitung oder der plötzliche Austritt des designierten Nachfolgers hätten garantiert nicht dieselben dramatischen Auswirkungen.

Womit wir bereits wieder bei der Parabel mit den Fröschen wären. Nicht bei jener zwar, von der wir alle glauben, sie zu kennen, die aber keineswegs die Realität im Verhalten der Lurche widerspiegelt.

Sondern bei dieser hier: Wirft man den Frosch in heisses Wasser, springt er sogleich wieder hinaus. Legt man ihn jedoch in lauwarmes Wasser und erhitzt es fortlaufend – tut er dasselbe!*

Anders, als wir also immer dachten, gewöhnen Lurche sich nicht etwa an das ständig heisser werdende Wasser, sondern sie reagieren sofort – oder jedenfalls viel schneller, als wir bislang meinten. Offenbar sind Frösche uns hin und wieder doch ein paar entscheidende Sprünge voraus.

 

* Nach Untersuchungen des Zoologen Victor Hutchison.

 

 

 

 

 

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