Chance für Unternehmerfamilien

 

Die Familienstrategie schafft den Rahmen

Die Familienstrategie steht über der Eigner- und Unternehmensstrategie. Damit stellt sie gleichzeitig die Ausgangslage für die Unternehmensnachfolge dar. Sie beantwortet somit die wichtige Frage, wie die Nachfolge anzugehen und was rechtzeitig vorzukehren ist.

Vor diesem Hintergrund erarbeiten wir mit den Eigentümern und der Unternehmerfamilie eine verbindliche Familienstrategie, auf der kommende Generationen aufbauen können.

 


 

In Generationen denken

Die Kunst einer verantwortungsvollen und strategischen Unternehmensführung besteht darin, langfristig zu denken und kurzfristig flexibel zu handeln.

Langfristig ausgerichtete Unternehmer und Unternehmerfamilien denken in Generationen. Sie erachten diese Denkhaltung als wesentlich, damit das Unternehmen anhaltend erfolgreich sein kann. Sie verbinden ihre Werte und Traditionen geschickt mit ihrer Leidenschaft für ihre unternehmerischen Ziele und passen sich so laufend den Entwicklungen an.

Aus jahrzehntelanger Erfahrung wissen sie, dass alles seine Zeit braucht – auch der Unternehmenserfolg.

 


 

Familienstrategie als Pfeiler des Unternehmens

Was in solchen Situationen wesentlich ist, widerspiegelt sich in einer klar formulierten und transparenten Familienstrategie.

Diese ist essenziell, denn sie bildet den Pfeiler des Unternehmens und gibt die Richtung vor. Zudem stabilisiert sie die Unternehmerfamilie, die ihrerseits für das Unternehmen von grosser Wichtigkeit ist. Zudem gibt sie Klarheit über die unterschiedlichen Aufgaben von Eigentümer, Eigentümerfamilie und Führungspersonen.

 


 

In drei strukturierten Schritten zur Familiencharta

Jede Familienstrategie ist anders. Dennoch ist ein strukturierter Entwicklungsprozess wichtig.

Zuerst wird analysiert, welche Regeln in der Beziehung zwischen Unternehmen und Unternehmerfamilie bereits bestehen. Dazu zählen Gesellschafts- und Gesellschafterverträge, Poolverträge (wie die Aktionär- bzw. Gesellschafterbindungsverträge), Statuten, Organisations- und Geschäftsreglement, Beiratsordnung, Ehe- und Erbverträge, Organigramme, Stammbaum und genealogische Erkenntnisse und Stellungnahmen der Familienmitglieder.

In einem zweiten Schritt wird festgehalten, wie die weitere Entwicklung zwischen Unternehmerfamilie und Unternehmen gesehen wird. Sind gemeinsame Ziele und Vorstellungen vorhanden? Welche Familienmitglieder stehen hinter einer gemeinsamen Lösung. Bei wem besteht der Wunsch, sich stärker einzubringen bzw. sich vom Familienunternehmen zu lösen?

Wenn diese anspruchsvolle Phase, für die ausreichend Zeit für Gespräche und gemeinsame Denkarbeit einzuplanen ist, geklärt werden konnte, fliessen die bisherigen Überlegungen und Vereinbarungen in eine Familiencharta ein. Darin werden die grundlegenden Themen der Unternehmerfamilie rund um das Führen des Unternehmens, um die finanzielle Beteiligung, die Mitarbeit und um Werte und Ziele der Familie und ihrer Mitglieder.

 


 

Wer übernimmt welche Rollen?

Eine sorgfältig und seriös erarbeitete Familienstrategie bzw. -charta beantwortet einige wesentliche und in ihrer potenziellen Auswirkung zentrale Fragen:

  • Wer gehört zu den Inhabern?
  • Wie verstehen wir uns als Familie und als Unternehmer?
  • Wie wirken sich diese Spielregeln auf die strategische Verantwortung und die operative Tätigkeit des Unternehmens aus?
  • Von welchen Strukturen ist auszugehen, damit dieses Selbstverständnis in der Familie und im Unternehmen kongruent ist und die strategischen Leitlinien danach ausgerichtet werden können?

Ebenso wesentlich ist es, Antworten zu finden auf die Frage, wem welche Rollen als Eigentümer, in der Familie und im Unternehmen zustehen.

Weiterführende Informationen sind auf diesen Seiten erhältlich: Wittener Institut für Familienunternehmung.

 

 

 


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